Dein Baby trösten oder weinen lassen?

Die Tränen deines Kleinen können herzzerreißend sein. Manchmal will das Baby gar nicht mit dem Weinen aufhören. Wie solltest du reagieren? Erstmal schreien lassen oder direkt mit einer dicken Umarmung trösten?

Weinen ist eine der wenigen Möglichkeiten für ein Baby auf sich aufmerksam zu machen und Kontakt mit dir aufzubauen. Dein Baby versucht dir mit den Tränen etwas zu vermitteln: Vielleicht hat es Hunger, Schmerzen, Krämpfe, Fieber, ein stecken gebliebenes Bäuerchen oder eine schmutzige Windel. Es kann aber auch sein, dass es nur etwas Aufmerksamkeit seiner Mutter oder seines Vaters haben möchte. Immerhin fühlte es sich neun Monate lang pudelwohl in deinem Bauch, total sicher und warm. Jetzt bekommt es plötzlich viele neue Eindrücke und Reize. Daher hat das Baby jetzt ein besonders großes Bedürfnis sich in deinen Armen Sicherheit zu suchen.

Weinen lassen hat keinen Zweck!

Hast du jemals die Bemerkung erhalten, dass du dein Baby zu sehr verwöhnst indem du es sofort tröstest? Untersuchungen zeigen, dass dies in den ersten sechs Monaten sicher nicht der Fall ist. Kleine Babys können sich noch nicht selbst aufmuntern und ihre Bedürfnisse können sie noch nicht aufschieben. Weinen lassen, damit Babys lernen sich selbst zu beruhigen macht in dieser Zeit keinen Sinn. Es ist darüber hinaus nicht gut für dein Baby zu lange zu weinen ohne getröstet zu werden. Es fühlt sich dann unsicher oder einsam, was das Baby nur unruhiger macht und das Weinen verstärkt. Armes Baby. Studien haben gezeigt, dass Babys, die von den Eltern schneller getröstet werden, seltener weinen als Babys, die nicht so schnell getröstet werden.

Bis zu 6 Monaten hat es keine Sinn, das Baby Weinen zu lassen!

Lerne die verschiedenen Arten des Weinens kennen!

Heb dein Kleines hoch, wenn es weint. Drück es schön gegen dich, gib Küsse und rede oder singe leise für das Baby. Deine Stimme und dein Herzschlag werden es wahrscheinlich wieder beruhigen. Wenn du es oft genug tröstest, wird es sich in dieser noch fremden Welt schnell zu Hause fühlen. Natürlich musst du nicht sofort aufspringen sobald das Baby einen Ton von sich gibt. Nach einer Weile lernst du die verschiedenen Schrei-Arten kennen. Finde heraus, warum das Baby weint und wie sich das Weinen anhört. Der Schrei "Mama, ich habe Schmerzen" klingt ganz anders als der Schrei "Ich will noch nicht schlafen". Hör also genau auf die Art des Schreiens und entscheide dann, ob du dein Baby tröstest. Ein paar Minuten weinen tut nicht weh! Manchmal ist es nötig, um in den Schlaf zu finden.

Nach 6 Monaten kontrolliert Schreien lassen

Ab 6 Monaten ist es eine andere Geschichte. Babys haben jetzt die Fähigkeit, sich selbst zu trösten, und sie beginnen immer mehr Dinge zu verstehen. Wenn du immer sofort aufspringst, wenn das Weinen beginnt, können kluge Kinder das als Trick einsetzen, um Aufmerksamkeit zu erregen. Die Ärzte Rodenburg und Möller untersuchten das Weinen und Trösten von Babys, insbesondere das "kontrollierte Weinen". Das heißt, dass Eltern ihr Baby jeden Tag einige Minuten länger weinen lassen, bevor sie anfangen, sie zu trösten. Zum einen haben die Babys nicht das Gefühl, alleine zu sein und eine sichere Bindung bleibt bestehen, zum anderen kannst du so dafür sorgen, dass die Kleinen Schritt für Schritt ein bisschen selbständiger werden. Rodenburg und Möller untersuchten auch eine andere Lösung: Hierbei warten die Eltern immer etwas länger, bis sie dem Kind seinen Wunsch erfüllen. Zeig deinem Kind zum Beispiel etwas, das es möchte, aber warte eine Weile, bevor du es deinem Kind gibst. Wenn es nicht weint, belohne das Kind mit zusätzlicher Liebe. Warte immer etwas länger. Die Idee ist, dass Kinder, die das tagsüber lernen, sich abends leichter daran gewöhnen, wenn Mama und Papa nicht da sind. Die Methode lässt sich auch auf das Gute-Nacht Lied anwenden. Unterbreche das Lied und gehe für einen Moment weg. Dann komm zurück und sing weiter. Nächstes Mal bleibst du ein bisschen länger weg. Und dann noch ein bisschen länger. Und nochmal länger...

Wähle einen Ansatz!

Es gibt verschiedene Wege, um mit einem weinenden Baby umzugehen. Berate dich mit deinem Partner und Menschen in deiner Umgebung, was für euch am besten funktioniert. Wähle eine Methode und versuche dabei zu bleiben. Ein weinendes Baby reagiert empfindlich auf Änderungen im Umgang und wird noch unruhiger. Ruhe und Regelmäßigkeit helfen besonders im Babyleben. Babys bekommen viel mit und bekommen viele neue Eindrücke an einem Tag. Durch feste Rituale zu festgelegten Zeiten bekommt dein Baby Halt und weiß nach einer Weile, was kommen wird. Dies gibt Ruhe und sorgt für weniger Tränen.

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