Ausschlafen

Ausschlafen

Willkommen in der Elternschaft.

Sie sind überglücklich, wenn Ihr liebstes Baby endlich die Nacht durchschläft. Sie kommen endlich ohne Kaffee aus, und - auch das ist bemerkenswert - Sie versuchen nicht mehr, im Überlebensmodus durch den Tag zu kommen. Wenn Sie glauben, dass damit die schwierige Anfangsphase hinter Ihnen liegt, irren Sie sich. Denn dann beginnt das Verhandeln. Mit wem? Mit Ihrem Partner, natürlich! Wer springt in aller Herrgottsfrühe aus dem Bett? An welchen Tagen? Alles, was Sie wollen. Und so wurde das Konzept des "Ausschlafens am Samstag oder Sonntag" geboren. Mama am Samstag. Papa am Sonntag.

Letzten Samstag war es wieder an der Zeit, auszuschlafen. Ich weiß nicht, wie es bei anderen Müttern ist, aber für mich ist Ausschlafen etwas ganz anderes als früher. Es ist ja nicht so, dass ich plötzlich stundenlang länger schlafe. Diese biologische Uhr macht keine Wochenendschichten. Stellen Sie sich also vor, Sie wachen um acht statt um sieben Uhr auf und haben manchmal einen Ausbruch bis halb neun. Mit halbem Ohr höre ich im Bett, was unten vor sich geht, während ich mich von einer Seite auf die andere wälze. Trotzdem kann ich es jedem empfehlen. Man fühlt sich wie neu geboren. Nun, ich habe es geschafft, bis halb neun zu schlafen. Papa dreht sich am Sonntag im Schlaf schnell mal um, aber ich habe einen anderen Plan: Netflix & Chill auf eigene Faust. Ich liebe es! Gerade als ich mir mein ultimatives guilty pleasure, Emily in Paris, anschaue, höre ich unten ein Klopfen und ein paar laute Schläge. Dann Schreie. Und Stille. Ich hoffe, es ist nichts Schlimmes passiert. Hoffentlich kein Sturz - das Ding muss schnell nach draußen - mit dem Fahrrad? Nasenbluten? Oh, nein, das Kleinkind ist doch nicht mit dem Kopf auf den Marmortisch gefallen, oder? Vielleicht sollte ich nach unten gehen. Nein, sage ich mir. Es ist alles in Ordnung. Papa ist unten. Er hat doch alles unter Kontrolle, oder? Ich schnappe mir ein zweites Kissen, lasse mich auf meinem Platz nieder und werfe die Decke über mich. Ich konzentriere mich auf Emily, aber in meinem Hinterkopf spielen sich immer wieder mögliche Szenarien ab, was mit dem Kleinkind los ist.

Wieder ein Knall. Etwas geht zu Bruch. Mist, wenn das nicht meine Lieblingstasse ist. Ich drehe den Fernseher lauter und sage Papa Bescheid, ob er eine Tasse Kaffee auf die Treppe stellen will. Ja, auch das gehört zu meinem samstäglichen Ritual. In aller Ruhe Kaffee trinken. Einen, der zur Abwechslung mal nicht kalt wird. Und ohne das Kleinkind, das sich an mein Bein klammert. Ich fange an, mich zu entspannen, aber noch ist kein Kaffee da. Übrigens auch keine Bestätigung meiner Bestellung. Wieder Klopfen. Geschrei. Ich stelle den Ton leiser. Soll ich mal nachsehen? Ich seufze. Drehe den Ton zum x-ten Mal lauter. Wieder höre ich etwas, und ich will gar nicht wissen, was. Ich prüfe mein iPhone. Keine Antwort. Mit einem Ruck werfe ich die Bettdecke weg und setze mich auf die Kante des Bettes. Ich werde nachsehen. Um zu sehen, ob alles in Ordnung ist.

Nur mal zur Sicherheit.


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